Jahresheft 31 – 1996

Themen, Autoren, Schnellübersicht, Stichworte (Detailansicht)

Planung und Bau einer Regenwasserauslaßleitung in die Ostsee mit Rohren aus duktilem Gußeisen DN 1000 TKF
von Dipl.-Ing. Bernd Opfermann und Dr.-Ing. Jürgen Rammelsberg

In den Urlaubsgebieten der neuen Bundesländer besteht vielfach Ergänzungsbedarf bei den bestehenden Entsorgungseinrichtungen, um der Belastungen durch die Touristenflut Herr zu werden. So auch in Kühlungsborn, wo das neu eingeführte Trennsystem einen zusätzlichen Regenwasserauslauf in die Ostsee erforderte. Die Einzigartigkeit einer solchen Leitungsführung schafft bisher unbekannte Probleme, für die neue Lösungen gefunden werden müssen.


Abwasserkanal durch die Trinkwasserschutzzone II – erste Wiederholungsprüfung mit dem Unterdruck-Prüfverfahren

von Dipl.-Ing. Karl-Heinz Böhm und Dipl.-Ing. Hans-Jörg Krogull

Die Ortsentwässerung von Altena-Rosmart im Wasserschutzgebiet der Fuelbecker Talsperre wurde bereits in Heft 30 vorgestellt. Dabei beschrieben die Autoren Bau und Erstprüfung der Leitungen. Nun erfolgte die erste Wiederholungsprüfung. Das Ungewöhnliche dabei war der direkte Vergleich mit der Erstprüfung, wobei sich identische Daten ergaben. Die Wiederholungsprüfung des Verbindungssammlers, an dem seit 1993 die gesamte Ortsentwässerung mit 36 Hausanschlüssen und 19 Straßeneinläufen angeschlossen ist, dauerte ganze 2,5 Stunden.


Einbau duktiler Gußrohre in nichtbetretbaren Gräben

von Dipl.-Ing. Jochen Bracht, Dipl.-Ing. Oskar Halter, Dipl.-Ing. Michael Mischo und Dipl.-Ing. Alexander Zeller

Im Zuge der Reduzierung von Kosten und Umweltbeeinträchtigungen beim Bau von Rohrleitungen werden immer neue Methoden und Techniken entwickelt. Eine Möglichkeit ist das Fräsen schmaler, „nichtbetretbarer“ Gräben, die insbesondere auch für den Einbau von Rohren größerer Nennweiten und in größerer Tiefe geeignet sind. Der Text schildert eine neuentwickelte Einrichtung zum Einbau duktiler Gußrohre ohne Grabenpersonal.


Hauptsammler Konstanzer Aach, Kanalverlegung in einem Bachbett

von Dipl.-Ing. Joachim Härtel, Dipl.-Ing. Rainer Herzog und Dipl.-Ing. Jörg Riechert

In lmmenstadt wurde im Rahmen eines Sanierungskonzepts ein neuer Hauptsammler gebaut. Vielfältige Gründe sprachen dafür, ihn auf knapp 1 km Länge im Bachbett der Konstanzer Aach zu verlegen. Die sich daraus ergebenden Probleme waren beachtlich (niedrige Brücken, Hochwasservorsorge, Temperaturen bis -20° C), wurden jedoch mit logistischem Geschick und großem Einsatz der Rohrleger gemeistert, wobei die Robustheit der duktilen Gußrohre ihren Anteil zum Gelingen beitrug.


Abwasseranlagen Marktbreit, Ersatz alter Abwasserleitungen durch duktile Gußrohre

von Dipl.-Ing. Erwin Pabst

In Marktbreit hatte man schon vor vielen Jahren Abwasserleitungen im Breitbach verlegt. Nun stand die Sanierung an, und man entschloß sich, die zweistrangige Leitung durch einen einzelnen Strang aus duktilem Gußrohr zu ersetzen. Der Beitrag schildert die Voraussetzungen und die Lösung der vielfältigen Probleme.


Abwasserdruckleitung aus duktilem Gußrohr entlang des Saale-Ufers

von Dipl.-Ing. oec. Karl-Heinz Lechelt und Dieter Berghahn

Zur Verbindung des Entwässerungssystems von 9 Orten über ca. 3 km zur neugebauten Kläranlage wurde eine Druckleitung gebaut. Die Trassenführung zwischen Straße und dem Fluß Saale, die hochwassersichere Ausführung und mehrfache Richtungsänderungen bei Kreuzungen von Straßen und anderen Leitungen erforderten exakte Planung und gekonnte Ausführung.


Bau einer Fernwasserleitung aus duktilen Gußrohren DN 200 mit TIS-K-Verbindungen im Bereich des tief eingeschnittenen Püttlachtales
von Dipl.-Ing. Norbert Winter

40 bis 50 % Gefälle über mehrere 100 m in felsigem Untergrund: Leitungstrassen, die das ganze Können von Planern und Ausführenden fordern. Dazu ist der Einsatz spezieller Maschinen und Techniken gefordert.


Abwassersammler als Einrohrsystem mit „Mineralischer Kapselung“ durch eine Trinkwasserschutzzone in Mühlhausen

von Dipl.-Ing. Gert Büchner

Ein Schmutzwassersammler mußte durch eine Trinkwasserschutzzone II gelegt werden, wobei die Trasse auch dicht an der Zone I vorbeiführte. Die Hausanschlüsse sollten über Revisionsschächte in den Grundstücken erfolgen, d.h., die Hausanschlußleitungen würden bis zum Schacht in die Druckprüfung der Leitung mit einbezogen. Unter diesen Umständen erwies sich die einwandige Ausführung mit duktilen Gußrohren in mineralischer Kapselung als kostengünstigste Lösung.


Die Entwicklung der längskraftschlüssigen Steckmuffen-Verbindung Novo-SIT

von Dipl.-Ing. Michael Mischo und Manfred Vorbeck

„Noch eine Schubsicherung, ist das nötig?“ könnte man fragen, wenn man die Überschrift sieht. Tatsache ist, daß jede dieser Verbindungen für bestimmte Anforderungen besonders geeignet ist. So erfüllt auch die hier vorgestellte längskraftschlüssige Steckmuffenverbindungen konkrete Anforderungen, vor allem die nach Trennung der Dicht- und Haltefunktion beim System ohne Schweißwulst. Was daran sonst noch neu ist, und welche Vorteile NOVO-SIP bringt, beschreibt der Beitrag.


Transportsammler statt Kläranlagen, Länderübergreifende Abwasserbeseitigung im Hanfbachtal

von Dipl.-Ing. Volker Arnold

Statt des Baues aufwendiger, dezentraler Kleinkläranlagen schlossen sich die Verbandsgemeinde Asbach (Rheinland-Pfalz) und die Stadt Hennef (Nordrhein-Westfalen) zusammen, um für ihre Bürger die kostengünstigste Variante der Abwasserbeseitigung zu finden. Nach Auswertung aller Möglichkeiten wurde die Erweiterung der Zentralkläranlage der Stadt Hennef (Sieg) und der Bau eines Transportsammlers im Hanfbachtal vereinbart. Die im Zuge des Hanfbachtalsammlers erforderlichen Kanalbaumaßnahmen im Gebiet der Stadt Hennef werden erläutert.


Abwassersystem VG Untermosel

von Dipl.-Ing. Olaf Brune

Das enge Moseltal mit felsigem Untergrund und hohem Grundwasserstand, dazu weit auseinanderliegende Ortschaften: Das sind schlechte Voraussetzungen für ein modernes und gut funktionierendes Entwässerungsnetz. Die Verbandsgemeinde Untermosel hat, nicht zuletzt auch durch die Verwendung duktiler Gußrohre, Mittel und Wege erarbeitet, diese Probleme zu meistern. Der Beitrag nennt Lösungsansätze und praktische Ergebnisse.


Bau einer Abwasserdruckleitung DN 250 beim Abwasserzweckverband „Wyhratal“, Dicker PE-Außenschutz für den Einbau ohne Bodenaustausch

von Dipl.-Ing. Jochen Kaube und Andreas Kemper

Bei einer Abwasserdruckleitung war vorgegeben, den Grabenaushub aus Bahnschotter und Fräsgut von den felsigen Trassenabschnitten zur Grabenverfüllung zu benutzen. Als Lösung bot sich die Verwendung duktiler Gußrohre mit einer verstärkten PE-Umhüllung an. Auf diese Weise konnten zusätzliche Maßnahmen, wie z.B. Felsschutzmatten, entfallen.


Grabenloser Einbau duktiler Gußrohre im hydros-Verfahren

von Dipl.-Ing. Hans Mayr und Dipl.-Ing. Michael Mischo

Bereits vor 6 Jahren berichteten wir über das Rohrziehverfahren „System Berlin“ zur trassengleichen grabenlosen Auswechselung von Versorgungsleitungen. Einen Fortschritt stellt jetzt die Verwendung von außenzylindrischen Rohren dar, wodurch Abrieb und Kraftbedarf beim Einziehen entscheidend gesenkt werden. Die neue Technik und die Anwendung bei einer innerstädtischen Baustelle werden beschrieben.